HAUTKREBS & SONNENSCHÄDEN

Hautkrebs nimmt viele Gestalten an. Er tarnt sich als Wunde, Ekzem oder auch als Bluterguss unter dem Fingernagel. Dabei unterteilen wir verschiedene Arten von Hautkrebs: den weißen oder hellen Hautkrebs und den schwarzen Hautkrebs. Helle Hautkrebsarten wie Basalzellkrebs und Plattenepithelkarzinom kommen relativ häufig vor. Schwarzer Hautkrebs, auch Melanom genannt, ist seltener, dafür aber umso gefährlicher, da er schnell Tochtergeschwulste (Metastasen) bildet. Als eine Ursache für den Großteil der Hautkrebserkrankungen gelten ungeschützte, häufige Sonnenbestrahlung und Sonnenbrände.
Schützen Sie deshalb Ihre Haut grundsätzlich vor der Sonne!

ARTEN VON HAUTKREBS

Weißer Hautkrebs
Weißer Hautkrebs kann ganz unterschiedlich aussehen und sich entsprechend unterschiedlich bemerkbar machen: Die betroffene Stelle kann sich schuppen, verfärben oder uneben werden. Deshalb ist es schwer, zwischen einem Hauttumor und anderen Hautveränderungen zu unterscheiden. Weißer Hautkrebs entwickelt sich vorwiegend an Hautstellen, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind – etwa am Kopf, am Hals oder am Dekolleté. Man unterscheidet beim weißen oder hellen Hautkrebs zwischen dem Basalzellkrebs (Basaliom) und dem Stachelzellkrebs (Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom).

Die aktinische Keratose (auch bekannt als “Lichtkeratose“) ist eine Erkrankung der Haut, bei der sich Schuppen oder Krusten auf der Hautoberfläche bilden. Eine aktinische Keratose kann der erste Schritt zur Entstehung von weißem Hautkrebs (Spinaliom) sein. Diese Hautveränderung gilt demnach als ein Vorläufer von Krebs, also als Präkanzerose.

Sie entsteht vor allem durch ungeschützte Sonnenbestrahlung und häufige Sonnenbrände über viele Jahre hinweg. Aktinische Keratosen treten meist auf den sogenannten „Lichtterrassen“ des Körpers im Gesicht und am Handrücken auf. Unbehandelt kann eine aktinische Keratose in eine bösartige Form von Hautkrebs übergehen. Das ist insofern problematisch, da aktinische Keratosen für Laien nicht leicht zu erkennen sind: Ein erstes Warnsignal sind scharf begrenzte Rötungen auf der Haut, die sich wie feines Sandpapier anfühlen. Später verdickt sich die Hornschicht und es bilden sich dickere, zum Teil gelblich-braune Hornablagerungen.

Behandlung von Aktinische Keratosen (Präkanzerosen)

Aktinischen Keratosen lassen sich mit einer Reihe moderner Therapieverfahren exzellent und mit gutem Ergebnis behandeln. In der dermatologischen Praxis von Dr. Sabine Anders setzen wir dazu z. B. eine innovative Form der photodynamischen Therapie (PDT) ein. Kleinere aktinische Keratosen entfernen wir mit Kryotherapie, bei Bedarf unter örtlicher Betäubung.

Der Basalzellkrebs ist der häufigste Krebs des Menschen. Er ist insofern eine Besonderheit, als er zwar umgebendes Gewebe zerstört (z. B. das Nasenskelett), aber so gut wie nie Absiedelungen im Körper (Metastasen) bildet. Er tritt vorwiegend im Gesicht auf. Es erkranken zunehmend jüngere Patienten.

Der Stachelzellkrebs entsteht aus der aktinischen Keratose (Präkenzerose) du stellt die zweithäufigste Form von bösartigem Hautkrebs in Mitteleuropa dar. Problematisch ist, dass ein Spinaliom über die Lymphbahnen metastasieren kann. Rechtzeitig erkannt und behandelt ist weißer Hautkrebs jedoch fast immer heilbar. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein regelmäßiges Hautkrebs-Screening (Sprungmarke einfügen) durchgeführt wird!

Schwarzer Hautkrebs

Das maligne Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt, ist die bösartigste Form des Hautkrebses. Das klassische sichtbare Anzeichen eines malignen Melanoms ist eine Veränderung der Farbe, der Größe, des Durchmessers oder der allgemeinen Form eines Pigmentmals, wie beispielsweise eines Muttermals oder Leberflecks. Schwarzer Hautkrebs neigt dazu, Metastasen über Lymph- und Blutbahnen zu streuen und gilt daher als äußerst gefährlich. Melanome können sehr selten sogar ohne Pigmentierung auftreten, was ihre Diagnostik erschwert.

Die gute Nachricht: Bei einem frühen Erkrankungsstadium sind die Heilungschancen sehr gut. Je weiter der Krebs fortgeschritten ist, umso schlechter wir die Prognose. Die Früherkennung per Hautkrebsscreening ist daher in jedem Fall die beste aller möglichen Therapien.

Nutzen Sie deshalb die unsere hochmoderne Hautkrebsvorsorge!

HAUTKREBS-
FRÜHERKENNUNG

In einem ersten Schritt unterziehen wir Ihre Haut einer sorgfältigen Blickkontrolle. Auffälligen Leberflecken werden computermikroskopisch mit einer leistungsstarken Videoauflicht-Dermatoskopie untersucht. Dadurch werden kritische Kennzeichen besonders gut sichtbar. Wir speichern auffällige Pigmentmale auf dem Computer – zur optimalen Diagnostik und Verlaufskontrolle. Bei auffälligen Leberflecken setzen wir ein innovatives Diagnostikverfahren, namens Nevisense ein. Damit führen wir eine schmerzlose Stromwiderstandsmessung an Ihrer Haut durch.

„Nevisense“ erkennt Melanome, die man nicht sehen kann

Bisher war es nicht möglich, die Gefährlichkeit eines Muttermals zu bestimmen, ohne es herauszuschneiden. In der Praxis von Dr. med. Sabine Anders nutzen wir ein hochinnovatives Gerät für die Früherkennung von Hautkrebs: Nevisense. Damit verhindern wir unnötige Operationen und daraus resultierende Narben. Nevisense leitet Strom durch Muttermale und misst den Widerstand (Impedanz). Ist dieser merklich anders als in der Haut unmittelbar daneben, liegt eine Veränderung im Gewebe des Muttermals vor. Dann muss es definitiv herausgeschnitten und für eine Biopsie ins Labor geschickt werden. Liegt keine Veränderung vor, hat es derzeit kein Krebspotenzial – und muss auch nicht zu Testzwecken entfernt werden.

Der Hintergrund: Bösartige Hautzellen bieten weniger Stromwiderstand als gesunde Haut. Die Messung dauert nur wenige Minuten und liefert uns sofort ein Ergebnis. Sie gibt uns wertvolle Hinweise bei Pigmentmalen, bei denen auch die computermikroskopische Untersuchung mit einer speziellen Videokamera keine genaue Beurteilung zulässt.

Optische Kohärenz-Tomografie (OCT)

Zur frühen Diagnostik von weißem Hautkrebs setzen wir in unserer Praxis zudem eine optische Kohärenztomografie (OCT) ein. Mit ihrer einzigartigen Fähigkeit, unter die Haut zu sehen, eröffnet die OCT völlig neue Möglichkeiten, weißen Hautkrebs zu erkennen und auch ohne Biopsie sofort zu diagnostizieren. Bei einem Verdacht können wir so dem Patienten gleich Sicherheit geben.

Dank ihres unvergleichlichen Sichtfelds und der Eindringtiefe liefert uns die OCT in Echtzeit Bilder von Bereichen unterhalb der Hautoberfläche, die leicht zu interpretieren und dokumentieren sind. Die optische Kohärenztomografie erfolgt schnell und schmerzlos – häufig wird durch sie eine Biopsie überflüssig.

Ihre Vorteile im Überblick

• Sicherheit von Kopf bis Fuß.
• Wir können selbst kleinste Veränderungen an den Muttermalen erkennen und beurteilen.
• Ideal für Personen, die sehr viele verdächtige Muttermale haben.
• Deutlich weniger „vorsorgliche“ Operation und Eingriffe an der Haut durch präzisere Diagnostik.

PDT – MIT LICHT GEGEN TUMORZELLEN

Hautkrebs ist, früh erkannt, fast zu 100 Prozent heilbar. Mittels einer photodynamischen Therapie (PDT) können wir gezielt kranke Hautzellen zerstören. Während der Prozedur reagiert eine auf die betroffenen Hautareale aufgetragene, spezielle fotoaktive Creme mit dem Licht. Unter kaltem Rotlicht bildet sich auf diese Weise aggressiver Sauerstoff, der die krankhaft veränderten Zellen zerstört. Gesunde Zellen bleiben davon völlig unberührt. Auf diese Weise erzielt die PDT erzielt in den meisten Fällen sehr gute kosmetische Ergebnisse.

Schmerzfreie PDT mit innovativer „LED-Lichtmütze“

Eine herkömmliche PDT mit stationärer Lichtquelle kann ein durchaus schmerzhaftes Verfahren sein. Um unseren Patienten die PDT so angenehm wie möglich zu machen, setzen wir daher ein innovatives Lichtmodul ein, das einer Mütze gleicht und die betroffenen Hautareale gleichmäßig bestrahlt. Das System besteht aus einer Laserquelle und einem lichtemittierenden Stoff mit optischen Fasern.

Es bringt klare Vorteile mit sich:

  • Die PDT bleibt dadurch komplett schmerzfrei.
  • Patienten können sich während der Behandlung frei bewegen.
  • Die erkrankten Hautareale werden gleichmäßig bestrahlt, da sich die Lichtquelle an allen Stellen gleich nah am Kopf befindet.
Foto: „Notre Studio“ – (c) MDB Texinov

Ambulante Operationen

Bösartige und auch manche gutartige Hauttumore oder Muttermale müssen operativ entfernt werden. In den meisten Fällen können wir die notwendigen ambulanten Operationen in unserem gut ausgestatteten modernen Eingriffsraum durchführen. Dieser entspricht höchsten hygienischen und organisatorischen Anforderungen. Die operative Dermatologie, insbesondere die Tumorchirurgie, ist ein wesentlicher Schwerpunkt von Dr. Sabine Anders.